Saisonkalender für Deutschland: Wann haben Obst und Gemüse bei uns Saison?
💡 Das Wichtigste in Kürze:
- Saisonales Obst und Gemüse ist frischer, günstiger und nachhaltiger
- Jede Jahreszeit bietet unterschiedliche Sorten mit optimalen Nährstoffen
- Ein Saisonkalender hilft beim Einkauf und bei der Küchenplanung
Eine kleine Vorbereitung erspart oft viel Ärger: Mit einem Saisonkalender wissen Sie immer, welches Obst und Gemüse gerade frisch verfügbar ist. In Schwaben und Baden ist es Tradition, sich nach den Jahreszeiten zu ernähren – ein Wissen, das heute mehr denn je an Bedeutung gewinnt. Erfahren Sie, wann welche Sorten bei uns Saison haben und wie Sie davon profitieren.
Frühling: Spargel, Rhabarber, Bärlauch, Radieschen und Erdbeeren ab Mai
Der Frühling bringt frische Energie auf unsere Tische. Ab März startet die Spargelzeit und dominiert bis Juni die deutschen Märkte – das „weiße Gold" ist dann besonders aromatisch und zart. Parallel dazu erscheint der säuerliche Rhabarber, perfekt für Kompott und Kuchen. Bärlauch, Radieschen und junges Gemüse bereichern Salate und Frühlingspfannen. Ab Mai gesellen sich die ersten Erdbeeren hinzu – ein sicheres Zeichen dafür, dass der Sommer naht. Diese Sorten punkten mit wenigen Transportkilometern und maximaler Frische.
Sommer: Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Tomaten, Gurken, Zucchini und Aprikosen
Der Sommer ist die absolute Hochsaison für Obst und Gemüse. Von Juni bis August finden sich Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren in großer Vielfalt. Das Gemüseangebot explodiert: saftige Tomaten in allen Sorten, erfrischende Gurken, zarte Zucchini und aromatische Aprikosen. Dies ist die beste Zeit, um Marmeladen einzukochen oder Gemüse zu trocknen. Die Sorten sind süßer und aromatischer als zu jeder anderen Jahreszeit, da sie in der Sonne vollständig reif werden konnten. Nutzen Sie die Fülle für Ihre Vorräte!
Herbst: Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Kürbis, Kartoffeln, Pilze und Trauben
Der Herbst beschenkt uns mit lagerfähigen Früchten und erdigen Gemüsesorten. Äpfel und Birnen dominieren ab September, Zwetschgen und Mirabellen folgen kurz danach. Der Kürbis beginnt seinen triumphalen Aufzug – ideal für herzhafte Suppen und süße Kuchen. Kartoffeln kommen frisch gerodet auf den Markt, Pilze sprießen in Wald und auf dem Feld. Trauben runden das Angebot ab. Der Herbst ist perfekt, um Marmelade, Mus und Säfte herzustellen – eine alte Tradition, die Ressourcen spart.
Winter: Lagerobst, Kohl, Wurzelgemüse, Feldsalat und Lauch
Der Winter lebt von Haltbarkeit und Nährstoffdichte. Äpfel und Birnen aus Lagerhaltung versorgen uns weiterhin mit Vitaminen. Verschiedene Kohlsorten wie Weiß-, Rot- und Grünkohl sind robust und würzig. Wurzelgemüse wie Möhren, Pastinaken, Rüben und Sellerie lagern hervorragend. Feldsalat und Lauch runden das Wintergemüse ab. Diese Sorten sind reich an Mineralien und wärmenden Eigenschaften – perfekt für Eintöpfe, Gratins und Schmorgerichte. Die kühleren Temperaturen konservieren alles natürlich.
Häufig gestellte Fragen
Warum sollte ich saisonales Obst und Gemüse kaufen?
Saisonale Produkte sind frischer, günstiger, aromatischer und verursachen weniger Transport-Emissionen. Sie unterstützen außerdem lokale Landwirtschaft und Märkte.
Kann ich auch im Winter frisches Gemüse essen?
Ja, definitiv! Wintergemüse wie Kohl, Lauch, Feldsalat und Wurzelgemüse bieten Vielfalt und sind besonders nährstoffreich. Auch Lagerobst von Herbst ist noch verfügbar.
Wo finde ich einen zuverlässigen Saisonkalender?
Viele Bioläden, Wochenmärkte und Verbände wie die „Slow Food" Bewegung bieten gedruckte oder digitale Saisonkalender für Ihre Region an.
Nutzen Sie einen Saisonkalender, um bewusster einzukaufen. Besuchen Sie Wochenmärkte und Hofläden – dort erfahren Sie direkt von Anbietern, wann es was gibt. So sparen Sie Geld und Ressourcen.